Donnerstag, 24. Juli 2014

16. Juli, Gedächtnis der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel (Skapulierfest). Introitus: Gaudeamus omnes in Domino.

Commemoratio Beatae Maria Virginis de Monte Carmelo

16.Juli
(Quelle: Schott; Messbuch Mariawald)

Heilige Messe in der Gruft des Heiligen Bonifatius im Hohen Dom zu Fulda zum Gedächtnis der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel, Skapulierfest

Diese Gedächtnisfeier geht auf den Karmeliterorden zurück, der in ihr schon seit dem Ende des 14. Jahrhunderts seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringt für alle Gnaden, die er durch den besonderen Schutz der allerseligsten Jungfrau erhalten hat. Papst Benedikt XIII. dehnte das Fest 1726 auf die ganze Kirche aus.

Im Volksmund wird dieser Gedenktag auch Skapulierfest genannt. Diese Bezeichnung leitet sich vom Skapulier ab, einem Bestandteil des Ordenshabits. Besondere Bedeutung bekam das Fest durch die Verbindung mit dem kleinen Skapulier. Dieses Sakramentale geht auf eine Vision des Hl. Simon Stock zurück, einem Generaloberen der Karmeliten, dem die Gottesmutter Maria erschien. In der Vision trug sie ein Skapulier in der Hand und gab dem Hl. Simon Stock das Versprechen, dass jeder, der es trage, unter ihrem besonderen Schutz stehe. Auch Angehörige anderer Orden und schließlich Laien baten dann, ein solches Skapulier tragen zu dürfen. (Quelle: Wikipedia)

Altar in der Bonifatiusgruft (Dom Fulda)


Bild aus der Hl. Messe am 16 Juli 2014 
(Zelebrant: Hochwürden August Jakob Schmitz)

Introitus

Frohlocken lasst uns alle im Herrn
bei der Feier des Festtags zu Ehren
der seligen Jungfrau Maria.
Ob ihres Festes frohlocken die Engel
und jubeln das Lob des Gottessohnes.
Vers (Ps. 44,2):
Aus meinem Herzen strömt ein hohes Lied:
ich weih mein Werk dem König.


Siehe auch "Downloads", bzw LINK

Liveaufnahme vom 16.07.2014.
Im Hintergrund hören Sie dabei etwa ab der Mitte, wie der Priester
nach dem Einzug das Stufengebet spricht.

Der Introitus beginnt mit der charakteristischen aufsteigenden Quinte, die häufig im 1. Ton verwendet wird (vgl Introitus: Rorate super de Coeli). Der folgende Abschnitt "omnes in Domino" folgt diesem kompositorischen Muster und endet auf dem Tenorton.
"Diem festum celebrantes" ist ein Abschnitt, der am besten klingt wenn er leicht und federnd gesungen wird mit leichter Betonung der rot gekennzeichneten Noten.


Die Worte "sub honore" (zu Ehren) und "solemnitate" (Fest) werden mit Melodiewiederholung hervorgehoben. Bei "solemnitate" setzt damit ein Wiedererkennungseffekt ein. Dazwischen eingerahmt die Gottesmutter, "Mariae Virginis" zu deren Ehren das Fest eingesetzt wurde.
Bei "collaudant" (jubeln) erscheint diese Wendung nochmals angedeutet. bevor der Gesang auf "Filium Dei" zum Finalis, dem Schlusston geführt wird.


Der schlichte und leicht zu erlernende Introitus wird zumindest bei einem weiteren Marienfest verwendet und zwar am 7 Oktober zum Fest Beatae Maria Virginis a Rosario (Allerseligste Jungfrau Maria vom Rosenkranz).

Nachtrag: Sehr interessant zu diesem Fest ist auch dieser Beitrag im Blog 500 Jahre Teresa von Avila.

Weitere Einzelheiten zu lokalem Brauchtum wie z.B. in der Kirchengemeine St. Georg, Rot finden sie hier

just my 2 cents...






Kommentare:

jos.m.betle hat gesagt…

Endlich kommt auch wieder einmal die Theorie zu ihrem Recht. Vielen Dank dafür. Natürlich auch für den interessanten Blick auf Fulda. Schön, dass es beim hl. Bonifatius auch eine trid. Messe gibt (oder nur einmalig gab?). - Gruß und Segen!

wrtlx hat gesagt…

Ich weiss nur, dass Bischof Algermissen um Genehmigung gebeten wurde für genau dieses Fest, wohl von örtlichen Gemeindemitgliedern, und diese anstandslos erteilt wurde.
Das findet wohl nicht regelmässig statt soweit ich weiss.
Hochwürden Schmitz ist für Hochwürden Jolie eingesprungen, weil dieser durch einen Unfall verhindert war.
Und meine Männerschola St. Nichael wurde wiederum gebeten dort zu singen. Mit 2 Proben hab wir in kleiner Besetzung Introitus/Graduale/Alleluia schnell eingeübt Offertorium und Communio hab ich solo gesungen. Da hat die Zeit gefehlt das mit der Schola zu üben. Weitere Beiträge und Aufnahmen folgen.

Anonym hat gesagt…

Schade, dass der Blogger auch 1200 Jahre nach deren Erfindung noch keine Neumen entdeckt hat, die ihm helfen könnten...