Samstag, 10. Oktober 2015

S. Joannis Leonardi - Grad:Inflammatum est; All: Tamquam prodigium

S. Joannis Leonardi Confessoris

Fest des hl. Johannes Leonardi

09. Oktober
(Quelle: Schott; Messbuch Mariawald)

Epistola

(2 Cor. 4, 1-6 u. 15-18)
Lectio Epistolæ beati Pauli Apostoli ad Corinthios. Fratres: Habentes administrationem juxta quod misericordiam consecuti sumus, non deficimus, sed abdicamus occulta dedecoris, non ambulantes in astutia, neque adulterantes verbum Dei, sed in manifestatione veritatis commendantes nosmetipsos ad omnem conscientiam hominum coram Deo. Quod si etiam opertum est Evangelium nostrum: in iis, qui pereunt, est opertum: in quibus Deus hujus sæculi excæcavit mentes infidelium, ut non fulgeat illis illuminatio Evangelii gloræ Christi, qui est imago Dei. Non enim nosmetipsos prædicamus, sed Jesum Christum, Dominum nostrum: nos autem servos vestros per Jesum: quoniam Deus, qui dixit de tenebris lucem splendescere, ipse illuxit in cordibus nostris ad illuminationem scientiæ claritatis Dei, in facie Christi Jesu. Omnia enim propter vos: ut gratia abundans, per multos in gratiarum actione, abundet in gloriam Dei. Propter quod non deficimus: sed licet is, qui foris est, noster homo corrumpatur: tamen is, qui intus est, renovatur de die in diem. Id enim, quod in præsenti est momentaneum et leve tribulationis nostræ, supra modum in sublimitate æternum gloriæ pondus operatur in nobis, non contemplantibus nobis, quæ videntur, sed quæ non videntur. Quæ enim videntur, temporalia sunt: quæ autem non videntur, æterna sunt.

Brüder! Da wir dieses Amt innehaben infolge des Erbarmens, das uns zuteil wurde, verzagen wir nicht. Vielmehr halten wir uns frei von schmachvollen Schlichen und gehen nicht mit Arglist vor, noch verfälschen wir das Gotteswort; nein, durch offene Verkündigung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor Gottes Angesicht. Wenn nun aber unser Evangelium auch verhüllt ist, so ist es doch nur für jene verhüllt, die verloren gehen, für die Ungläubigen, deren Gedanken der Gott dieser Welt [der Satan] verblendet hat, damit ihnen nicht aufstrahle das Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der das Bild Gottes ist. Wir predigen nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, unsern Herrn, uns aber [bekennen wir] als eure Diener um Jesu willen. Denn Gott, der sprach [1 Mos. 1, 3]: «Aufstrahlen soll Licht aus der Finsternis», hat es auch in unsern Herzen aufstrahlen lassen, damit wir das Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes leuchten lassen, wie sie sich offenbart im Angesichte Christi Jesu. Alles geschieht ja euretwegen, damit die Gnade, durch die Danksagung vieler wachsend, zu desto größerer Verherrlichung Gottes diene. Daher verzagen wir nicht, sondern mag auch unser äußerer Mensch aufgerieben werden: der innere wird doch Tag für Tag erneuert. Denn unsere jetzige vorübergehende und leichte Trübsal erwirkt uns eine alle Maße übertreffende ewige Fülle von Herrlichkeit. Nur haben wir dabei nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare zu schauen. Das Sichtbare nämlich ist zeitlich, das Unsichtbare aber ist ewig.

Graduale

Graduale

(Ps. 72, 21; 68, 10)
Inflammatum est cor meum, et renes mei commutati sunt: zelus domus tuæ comedit me. V (Is. 49, 2) Posuit os meum quasi gladium acutum: in umbra manus suæ protexit me, et posuit me sicut sagittam electam.

Entflammt ist mein Herz, mein Inneres ist in Erregung: der Eifer für Dein Haus verzehrt mich. V (Is. 49,2) Er machte meinen Mund gleich einem scharfen Schwert; Er barg mich im Schatten Seiner Hand und machte mich gleich einem auserlesenen Pfeil.

Alleluja

Alleluja, alleluja.
V (Ps. 70, 7) Tamquam prodigium factus sum multis: et tu adjutor fortis.
Alleluja.

Alleluja, alleluja.
V (Ps. 70, 7) Wie ein Wunder bin ich geworden für viele; Du bist ja mein starker Helfer.
Alleluja.

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Evangelium

(Luc. 10, 1-9)
Sequentia sancti Evangelii secundum Lucam. In illo tempore: Designavit Dominus et alios septuaginta duos: et misit illos binos ante faciem suam in omnem civitatem et locum, quo erat ipse venturus. Et dicebat illis: Messis quidem multa, operarii autem pauci. Rogate ergo Dominum messis, ut mittat operarios in messem suam. Ite: ecce, ego mitto vos sicut agnos inter lupos. Nolite portare sacculum neque peram neque calceamenta; et neminem per viam salutaveritis. In quamcumque domum intraveritis, primum dicite: Pax huic domui: et si ibi fuerit filius pacis, requiescet super illum pax vestra: sin autem, ad vos revertetur. In eadem autem domo manete, edentes et bibentes quæ apud illos sunt: dignus est enim operarius mercede sua. Nolite transire de domo in domum. Et in quamcumque civitatem intraveritis, et susceperint vos, manducate quæ apponuntur vobis: et curate infirmos, qui in illa sunt, et dicite illis: Appropinquavit in vos regnum Dei.

In jener Zeit bestimmte der Herr noch zweiundsiebzig andere Jünger und sandte sie zu zwei und zwei vor Sich her in alle Städte und Orte, wohin Er selbst kommen wollte. Er sprach zu ihnen: «Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß Er Arbeiter in Seine Ernte sende. Nun gehet hin! Seht, Ich sende euch wie Lämmer unter Wölfe. Nehmet weder Beutel noch Reisetasche noch Schuhe mit und grüßet niemand unterwegs. Wenn ihr in ein Haus kommt, saget zuerst: Friede diesem Hause! Wenn dort ein Kind des Friedens ist, wird euer Friede auf ihm ruhen bleiben; wenn nicht, wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Hause, und esset und trinket, was sie haben; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Gehet aber nicht von Haus zu Haus. Kommt ihr in eine Stadt und nimmt man euch auf, so esset, was euch vorgesetzt wird. Machet die Kranken gesund, die dort sind, und saget ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe.»

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